Fangquoten steigen – Fischer loben Minister

20. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Wirtschaft
Kabeljau

Da zieht der Kabeljau die Mundwinkel herunter: Seine Fangquote steigt 2012.

Klappern gehört zum Handwerk – und geklappert hatten die irischen Fischer noch kürzlich fleissig, mit ihrer Kritik an der strengen Auslegung irischer Behörden, was die Vorgaben der EU angeht. Jetzt ernten die irischen Fischer den Lohn für ihre Lobbyarbeit bei Landwirtschaftsminister Simon Coveney: Die EU-Verhandlungen über Fischfangquoten für 2012 hat der Minister genutzt, um für sein Land dicke Fische an Land zu ziehen: Je nach Fischart und -grund handelte Coveney in Brüssel um bis zu 200 Prozent mehr aus.

Kabeljau darf nächstes Jahr in den Fangebieten vor Irlands Süd-Ost Küste um 77 Prozent und vor Donegal sogar um 200 Prozent mehr gefischt werden. In der irischen See sinken die erlaubten Mengen 2012 zwar, aber nachdem man dort schon eine komplette Sperre gefürchtet hatte, gibt man sich zufrieden. Die verschiedenen Weissfischarten dürfen bis zu einer Menge von 36.000 Tonnen und Thunfisch und Hering sogar 150.000 Tonnen angelandet werden. Insgesamt gab der Minister an, wird die Quote für Irland einen Handelswert von etwa 250 Millionen Euro ins Land bringen.

Die Fischer sind hocherfreut über die guten Nachrichten: Sean O´Donoghue von der Killybegs Fischereigenossenschaft sagte dazu: “Minister Coveney hat sein Wort gehalten. Es war sein erster grosser Auftritt und von fünf Hauptanliegen hat er vier, man könnte sogar sagen viereinhalb, durchgebracht.” Auch Lorcán Ó Cinnéide von der Irish Fish Producers Association freute sich nach den Verhandlungen: “Nicht jeder wird zufrieden sein, aber immerhin dürfen die irischen Fischerboote ab sofort wieder in See stechen. Das war vorher nicht der Fall.”

Während Minister Coveney nach Abschluss der Verhandlungen sagte, der Abschluss sei auf Grundlage von unabhängigen wissenschaftlichen Zahlen zu stande gekommen warnen die Umweltschützer vom WWF gegenüber der Süddeutschen Zeitung: Man dürfe nicht denken, dass kurze Schwankungen der Populationen schon eine langfristige Erholung anzeigten.

via: rte.ie

Bildnachweis: flickr (by Joachim S. Müller)

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