Milchbank ertrinkt in Spenden hilfsbereiter Mütter

28. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Fermanagh

Blutbanken kennt man natürlich und auch die überall hängenden Aufrufe “Spende Blut”. – “Spende Milch” hat man da sicher erst selten oder noch gar nie gehört. Einen solchen Spendenaufruf hatte jedoch die Milchbank im nordirischen Irvinestown gestartet, als ihre Vorräte auf ein kritisches Niveau gesunken waren. Die “Human Milk Bank” muss inzwischen sogar eine weitere Kühltruhe anschaffen, aufgrund der grossen Hilfsbereitschaft der Mütter.

Dieser Spendenaufruf hat ganz offenbar Mutterinstinkte geweckt: Noch im September hatte die Milchbank in Irvinestown Alarm geschlagen, als ihre Vorräte an menschlicher Muttermilch zur Neige gingen. Der Service hilft Frühgeborenen ebenso wie Müttern mit Mehrlingen, die ihren Nachwuchs unmöglich selber stillen könnten. Seitdem die Milchbank um Spenden gebeten hatte, geben sich dort hilfsbereite frischgebackene Mütter die Klinke in die Hand. Mehr als 100 neue Spenderinnen meldeten sich seither. Es sind sogar soviele, dass die Station einen zusätzlichen Gefrierschrank für all die Vorräte braucht.

Anne McCrea leitet die Milchbank: “Die Spenden bewirken wirklich viel für die vielen Frühchen, denen wir so helfen können. Manche von ihnen sind gerade einmal so gross wie eine Hand.” McCrea sagte, auch Zwillinge, Drillinge oder Vierlinge würde die Milchbank mit menschlicher Muttermilch unterstützen. Den Rückgang der Spenden, der zuvor zu der Krise geführt hatte, führt man auf ehemalige Spenderinnen zurück, die aufgrund der momentanen Wirtschaftslage wieder zu arbeiten anfangen haben müssen.

via: BBC

Bildnachweis: flickr (by Alexandra Crosby)

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