Unternehmen sucht Sponsor für Swansea-Cork-Fähre

30. Dezember 2011 | Von | Kategorie: Cork, Wirtschaft

Mit einer kreativen Idee wollen die Inhaber der Cork-Swansea-Fährlinie einem Rettungsplan für ihr Unternehmen Schwung geben. Für den Zeitraum von zwei Jahren soll ein Sponsor das Recht erwerben können, den Namen und die Außengestaltung der rund 150 Meter langen Fähre zu bestimmen. Die Betreibergesellschaft der Fähre befindet sich zur Zeit im Insolvenzverfahren.

Die steigenden Ölpreise, die die Spritkosten für die einfache Fahrt auf über 18.000 Euro hatten steigen lassen, hatten die Betreibergesellschaft Fastnet, die die Cork-Swansea-Fähre mit dem Motorschiff MV Julia bediente, in finanzielle Schräglage gebracht, Anfang November stellte die Linie den Betrieb ein.

Nun sollen Sponsoren die finanzielle Basis für einen Rettungsplan schaffen, mit dem Fastnet sich aus dem Insolvenzverfahren befreien will. Zur Zeit sei man auf der Suche nach Unternehmen oder Einzelpersonen, die sich die überdimensionale Werbetafel leisten wollen.

“Auf einer Fläche von 90 mal 16 Metern würde das Schiff für zwei Jahre zur größten Werbetafel in Irland und Wales”, erklärte eine Sprecherin der West Cork Tourism Co-Operative Society. “Der Sponsor wird die gesamte Fassade der Fähre mit seinem Logo und Branding bedecken können.”

Insgesamt steht Fastnet zur Zeit mit 10,3 Millionen Euro bei seinen Gläubigern in der Kreide. Das für die Insolvenz zuständige Gericht stimmte einer Verlängerung der Schutzregelung für die Betreibergesellschaften bis zur endgültigen Fertigstellung des Rettungsplanes Ende Januar zu.

Noel Murphy, Vorsitzender der West Cork Tourism Co-Operative, freut sich über die Initiative: “Durch die Möglichkeit, dass sich Sponsoren die Namensrechte an der MV Julia zu sichern, bieten wir einen innovativen Weg mit beiderseitigem Nutzen an, um Gelder für die Fähre zu erlösen.” Murphy hofft, dass sich ein bekanntes irisches und walisisches Unternehmen als Sponsor findet.

via irishexaminer.com
Bildnachweis: wikipedia

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Ein Kommentar auf "Unternehmen sucht Sponsor für Swansea-Cork-Fähre"

  1. Klaus Jacobi sagt:

    Von Anfang der 90er Jahre bis 2001 bin ich regelmäßig mehrmals pro Jahr mit dieser Gesellschaft gereist.
    Anfangs war ich vom Zustand der Fähre und vom Personal vollauf begeistert. Dies änderte sich schlagartig, als die Gesellschaft ein “neues” Schiff in Betrieb nahm. Offensichtlich war damals schon, etwa 1997, der Kostendruck derart hoch, daß Sicherheitsvorschriften mißachtet wurden, es wurde Personal abgebaut und die Sauberkeit ließ stark zu wünschen übrig. Auf den Autodecks wurden die Fahrzeuge geparkt wie Sardinen in der Dose, ein vernünftiges Aussteigen war nicht möglich. Fluchttüren wurden zugeparkt, nur um auch noch den letzten Quadratmeter zu nutzen. Auf dem Deck hingen abgequetschte Kabel herum, die Rettungsboote und Seilwinden waren in einem grauenhaften Zustand. Einmal wollte der Kapitän mit einem etwa eineinhalb Quadratmeter großen Loch im Rumpf, Folge einer Kollision mit der Hafenmauer, bei Windstärke 8 auslaufen, was jedoch vom Hafenmeister in Swansea zum Glück verhindert wurde. Auf die Rückerstattung des Fährpreises habe ich 9 Monate warten müssen. Nachdem eine Beschwerde bei der Europäischen Sicherheitsbehörde wegen der Mißachtung von Sicherheitsvorschriften ohne jegliche Folgen blieb, habe ich mich dann entschlossen, eine andere Fährgesellschaft zu buchen. Angesichts des aktuellen Fährunglücks gibt es für mich nur ein Fazit: Den Laden dichtmachen!

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