Menschenleben bewahren – Autofahrer bewachen

3. Januar 2012 | Von | Kategorie: Technik

Mit dem neuen Gerät soll künftig "slow" vor "dead" kommen.

An der IT-Uni Sligo entwickeln Studenten gerade ein Gerät, das Menschenleben auf Irlands Strassen bewahren soll, indem es Autofahrer überwacht. Registriert die kleine Rechnerbox ungewöhnlichen oder rücksichtslosen Fahrstil, meldet das Gerät dies nicht nur dem Fahrer selber, sondern über Mobilfunk auch beispielsweise dessen Eltern, denen das Auto vielleicht gehört oder auch einem Flottenmanager, wenn es sich um einen Firmenwagen handeln sollte. Dies soll das Fahrverhalten der Autolenker zurückhaltender fahren lassen und so Verkehrstote vermeiden helfen.

Auf die Idee gekommen sind der Chefentwickler des Projekts, James McNamara, und seine drei studentischen Mitarbeiter durch eine Strasse gleich in ihrer Nähe: Entlang dieses Teilstücks der N4 zwischen Dublin und Sligo stehen innerhalb von nur sieben Kilometern insgesamt 29 Kreuze. Diese erinnern an je einen Unfall mit Todesfolge. Ein Gerichtsmediziner hat den Abschnitt “die gefährlichste Strecke Irlands” genannt.

Das Gerät funktioniert ähnlich einer Blackbox im Flugzeug. Es wird an die Bordelektronik angeschlossen, wo es solche Daten wie heftiges Gasgeben, ruckartiges Lenken und scharfes Bremsen anhand der verschiedenen Sensoren in Airbags, Bremsen, Motorblock, etc. erkennen soll. Das Kästchen zur Fahrerüberwachung soll nach Angaben schon Ende 2012 auf den Markt kommen.

Das Projektteam hatte mit seiner Idee letzten Sommer einen Wettbewerb der Firma Microsoft gewonnen. Im Rennen waren Teams aus 183 Ländern. Die Juroren haben sich bei Ihrer Entscheidung hoffentlich auch der Frage der Datensicherheit/Datenschutz angenommen. Bei aller Freude über erfolgreiche Uni-Arbeit aus Sligo: Worüber die Irish Times nichts mitteilt sind Fragen, ob das Gerät von aussen gesteuert die Bordelektronik beeinflussen könnte oder Unbefugte den Datenstrom, der über Mobilfunk läuft und eigentlich Eltern oder Chefs der Fahrer informieren soll, abgegriffen werden könnte.

via: irishtimes.com

Bildnachweis: flickr (by Javier ie)

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