County Clare will Erdgassucher an die kurze Leine nehmen

10. Januar 2012 | Von | Kategorie: Clare, Umwelt, Wirtschaft

Das Clare County Council bereitet momentan vor, Hydrofracking auf seinem Grund und Boden zu verbieten. Die Technik nutzen Erdöl- und Erdgasfirmen. Dabei werden unter hohem Druck Wasser, Sand und Chemikalien in den Gesteinsuntergrund gepresst, um dort lagerndes Erdgas heraufzufördern. Der Vorgang, auch einfach “Fracking”  genannt, steht jedoch inzwischen in der Kritik wegen möglicher Umweltverschmutzung durch die eingesetzten Chemikalien.

Im County Clare verbreiteten sich Zweifel und Sorgen um Fracking im Rahmen der Vorbereitung von Probebohrungen nach Öl und Gas. Bei dieser Exploration könnte, so wird befürchtet, die umstrittene Technik zu Einsatz kommen. Gestern nun trafen Aktivisten und interessierte Öffentlichkeit die Ratsleute des County Council in Ennis, bei ihrer monatlichen Sitzung.

Dabei teilte Dr. Aedin McLoughlin, ein Gegner des Hydrofracking, den Council Mitgliedern seine Bedenken mit, so wie zuvor auch schon in Roscommon und Leitrim. Offenbar rannte er bei den Ratsleuten offene Türen ein: Einstimmig beschloss das County Council, vom Minister für Kommunikation, Energie und Ressourcen ein Fracking-Verbot für ganz Irland zu verhängen. Ausserdem folgte der Rat dem grünen Abgeordneten Brian Meaney darin, dass im Landesentwicklungsplan für Clare ein Fracking-Verbot festgelegt werden solle.

Nach der Versammlung äusserte sich Anti-Fracking Aktivistin Roisín Ní Ghairbhíth sehr zufrieden über die erzielten Erfolge. Clare sei der ersten County, das den Stopp des Hydrofracking im Landesentwicklungsplan aufnehme. Sie hoffe, dass sich weitere Counties daran ein Beispiel nehmen werden.

via: rte.ie

Bildnachweis: flickr.com / Ari Moore

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Ein Kommentar auf "County Clare will Erdgassucher an die kurze Leine nehmen"

  1. [...] hat sich vor nicht allzu langer Zeit für ein Verbot des umstrittenen Frackings ausgesprochen (Gaelnet.de berichtete) und nun hoffen Umweltschützer in Leitrim auf ähnliche Einsichten bei den Parlamentariern in [...]

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