Tonnenweise Ärger in Dublin

10. Januar 2012 | Von | Kategorie: Dublin, Politik, Umwelt

Wieder mal Ärger für die Bürger der irischen Hauptstadt. Das Dublin City Council stellt zum 16. Januar die kommunale Müllabfuhr ein und 140.000 Haushalte und Betriebe vor vollendete Tatsachen. Ab kommender Woche übernimmt das private Entsorgungsunternehmen Greyhound Recycling and Recovery die Müllabfuhr und die Müllgebühren verdoppeln sich – und das kommt bei den Betroffenen, die aus allen Wolken fallen, gar nicht gut an.

Mussten die Kunden des kommunalen Abfallentsorgers bisher 25 Euro pro Vierteljahr berappen, wird bei den Müllmännern von Greyhound die doppelte Summe fällig. Eine 240-Liter-Tonne schlägt dann mit 100 Euro im halben Jahr zu Buche. Und noch eines empört viele Betroffene – die neuen Gebühren werden im Voraus fällig; wer nicht bis zum 15. Februar bezahlt, dessen Mülltonnen werden nicht mehr geleert.

Grund für die Entscheidung des Dublin City Council sich aus der Müllentsorgung zurückzuziehen sei der wachsende Preiskampf in der Branche gewesen, der den kommunalen Betrieb zunehmend unwirtschaftlicher gemacht habe. Ein Brief von City Manager John Tierney soll die Bewohner nun darauf vorbereiten, dass sie von nun an selbst einen Abholungsauftrag erteilen und die Gebühren im Voraus bezahlen müssten.

Doch der Brief kommt reichlich spät finden etliche Stadträte, die dem Council vorwerfen bei der Kommunikation der Veränderungen an die Öffentlichkeit versagt zu haben. Das Vorgehen habe “für weitreichende Verwirrung bei den ohnehin finanziell gebeutelten Bürgern gesorgt”, so die verärgerten Stadträte.

Auch Stadtrat Gerry Breen (Fine Gael) beklagt die mangelnde Kommunikation des Councils und fordert die Behörde auf, mit den Stadträten in Kontakt zu treten, so dass diese die Bürger in ihren Wahlbezirken informieren könnten.

Einen Lichtblick gibt es für Bürger mit Liquiditätsproblemen, wie ein Sprecher des Councils mitteilte. Wer im Besitz einer Gebührenbefreiung ist, wird auch die 100 Euro Müllgebühren nicht entrichten müssen.

via herald.ie
Bildnachweis: wikipedia

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