Ring of Kerry: Weg von ausgetretenen Pfaden?

18. Januar 2012 | Von | Kategorie: Kerry, Tourismus

Die Vermarktung des Ring of Kerry hat der ehemalige Bürgermeister von Tralee in Frage gestellt. Er hält die ausgetretenen Pfade für touristisch überholt und schlägt vor, das Konzept zu überdenken und auch Regionen rechts und links von Irlands bekanntester “Scenic Route” einzubeziehen.

In den meisten Reiseführer ist der Ring of Kerry bis heute als absolutes “Muss” gelistet. Die Strecke, die von Killarney aus über Killorglin, Caherciveen, Waterville, und Kenmare einmal um die Iveragh-Halbinsel im Südwesten Irlands führt durch wunderschöne Landschaften. In der Hochsaison kann ein Tag auf dem Ring in Gesellschaft unzähliger, mit Touristen vollestopfter Reisebusse jedoch auch ein eher unromantisches Vergnügen sein.

Jim Finucane war einmal Bürgermeister von Tralee und die Vermarktung des Ring of Kerry als Tourismus-Rennstrecke ist dem Fine Gael-Mann ein Dorn im Auge. Er sagt die Touristen würden viele der schönsten Flecke der Halbinsel verpassen, weil die Wegweisung strikt an der seit jeher bekannten Streckenführung festhalte statt hier und da von der Rundstraße abzuweichen.

Ein solches gelegentliches Abweichen vom Ring hin zu weniger bekannten Orten, wäre eine Bereicherung für das Urlaubserlebnis, so Finucane. Aus diesem Grund propagiert der Kommunalpolitiker eine Neuausrichtung in der Vermarktung der 180 Kilometer langen Panoramastraße hin zu einer Hervorhebung “autentischer Aspekte” des Lebens und der Kultur von Kerry.

Neuer Marketingansatz

“Unsere Besucher haben sich verändert aber einige unserer Produkte haben sich nicht entwickelt”, zitiert der Examiner den Kreisrat aus Tralee. “Wir brauchen einen neuen Marketingansatz. Wir müssen wissen, nach was die Menschen suchen und unsere Marktforschung erledigen. Die modernen Touristen müssen nicht wie eine Herde getrieben werden, sie wissen genau, was sie sehen und erleben wollen.

Auch bei der Fianna Fáil sieht man gewissen Handlungsbedarf, wenn auch nicht im Hinblick auf neues Denken. Kreisrätin Norma Foley plädiert schlicht für eine neue und bessere Ausschilderung an den Straßen, die nach Kerry hineinführen. “Wir sagen den Menschen nicht, dass Kerry die Heimat der Geschichtenerzähler, Tänzer, Musiker und Schriftsteller ist. Wir haben etwas zu bieten, was kein anderes County hat”, betont Foley. Das Thema soll nun im Kommunal-, Kultur- und Tourismusausschuss diskutiert werden.

via irishexaminer.com
Bildnachweis: wikipedia / Tobias Helfrich

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