Richter vertagt eigenes Verfahren

21. Januar 2012 | Von | Kategorie: Kerry, Kurios, Recht

Ein kurioser Spezialfall hat dazu geführt, dass ein Richter im County Kerry gegen sich selbst verhandeln musste. Der Jurist hatte gegen eine Verwarnung wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit Widerspruch erhoben, weshalb ein Gerichtsverfahren anberaumt wurde. Der Richter fand eine salomonische Lösung.

Es ist kein großes Drama, das Bezirksrichter James O’Connor vor den Kadi, in diesem Falle also sich selbst brachte. Gardai hatten dem Auto des Juristen im Juli vergangenen Jahres vor dem Gericht in Caherciveen, wo O’Connor gerade zu Gericht saß, kontrolliert und dabei festgestellt, dass das Fahrzeug eine erforderliche Verkehrstüchtigkeitsplakette nicht aufwies.

Der Richter bekam ein Knöllchen, gegen das er Widerspruch einlegte. Und wie in deutschen Landen auch, wurde der Fall dann zur Verhandlung an das zuständige Bezirksgericht verwiesen, in diesem Falle an O’Connors Gericht, und der Richter erhielt eine förmliche Vorladung.

Der Richter fand eine salomonische Lösung für die verzwickte Situation, die die peinliche Panne wohl folgenlos bleiben lassen wird. Er ließ seinen Anwalt auf “nicht schuldig plädieren” und die Herausgabe der Ermittlungsakten der Polizei fordern und vertagte das Verfahren dann auf den 15. März, wo ein Dubliner Kollege den Fall weiterverhandeln wird.

via irishcentral.com
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