Abfuhr für neue Müllabfuhr in Dublin

24. Januar 2012 | Von | Kategorie: Dublin, Umwelt

In einer Sondersitzung des Stadtrats sprach sich eine Mehrheit der Stadträte für eine Rückkehr zur städtischen Müllabfuhr aus. Allerdings sagten sie auch, keine direkte Anordnung dazu geben zu können. Dublins Citymanager John Tierney verteidigte die Privatisierung in der Sitzung. Ohne den Schritt hätte man die Müllgebühr demnächst verdoppeln müssen.

Die Sondersitzung war einberufen worden, nachdem sich eine Rekordzahl von Beschwerden über den neuen Müllentsorger, die Firma “Greyhound”, aufgetürmt hatten. Citymanager Tierney stimmte den Klagen in dem Punkt zu, dass man die Umstellung schlecht kommuniziert hätte. Andererseits diene die Privatisierung dazu, den Kunden geringst mögliche Müllgebühren bieten zu können. Die Stadt hätte ansonsten innerhalb der kommenden fünf Jahre eine Summe von 50 Millionen Euro zusätzlich für die Entsorgung aufbringen müssen.  Auch die Vorkasse, welche Greyhound verlange, verteidigte Tierney als “branchenüblich”.

Die Sitzung war geprägt von Vorwürfen der Stadträte, die mangelhafte Kommunikation seitens der Stadtverwaltung habe nicht nur für Verwirrung gesorgt, sondern stelle auch einen Vertrauensbruch mit den gewählten Volksvertretern dar. Auch die Darstellung Greyhounds, viele ungeleerte Tonnen seien auf Missverständnisse seitens der Kunden zurück zu führen, akzeptierten mehrere Stadträte nicht so einfach. In Stadtvierteln wie Donaghmede, The Liberties oder South East City warteten die Bürger vor ihren überfüllten Tonnen immernoch darauf, überhaupt Infomaterial von Greyhound zu bekommen, welches das neue Prozedere erkläre.

Eine Mehrheit der Stadtrats folgte in dieser Sitzung dem Fianna Fáil Vorschlag, die Entscheidungsgewalt über die Art der Müllabfuhr künftig dem Stadtrat zuordnen zu wollen. Ein weiterer Bestandteil des Vorschlags war, den Vertrag mit Greyhound offen zu legen. Es bleibt abzuwarten, ob sich daraus ergibt, dass die Privatisierung der Müllabfuhr tatsächlich die preiswerteste Alternative war.

via: rte.ie
Bildnachweis: wikipadia

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