Irlands Unterwasser-Kulturerbe in Gefahr

30. Januar 2012 | Von | Kategorie: Kultur

Irland geht offenbar nachlässig mit seinen Schätzen unter Wasser um: Bis heute ist der UN Vertrag zur Erhaltung von Unterwasser-Kulturerbe vom kleinen Staat nicht ratifiziert worden. Im Moment gibt es kaum irgendwelche Vorgaben oder Einschränkungen, was das Plündern von Schiffswracks vor der irischen Küste angeht.

Der Rechtsdozent Dr. Clive Symmons teilte der Irish Times mit, die Probleme seien die ausstehende Unterzeichnung des UN-Vertrags und die Tatsache, dass viele der besser erreichbaren Wracks noch unter 100 Jahre alt sind. Dadurch fehlte die Verpflichtung der Personen oder Firmen dem Staat überhaupt etwas über ihre Tätigkeit mitzuteilen. Erst über 100 Jahre alte Fundstätten sind durch Irlands “National Monuments” Gesetze davor geschützt, rein ökonomisch betrachtet und eventuell ausgebeutet zu werden.

Der durch die UNESCO inspirierte Vertrag, die Konvention zu Erhaltung von Unterwasser-Kulturerbe war 2001 erstmals skizziert worden und 2009 in Kraft getreten. Der Vertrag fordert, dass solche Unterwasser-Stätten nicht einfach nach dem rein nach ökonomischen Massstäben ausgerichteten Gesetz zur Bergung von Unterwassergütern behandelt werden dürfen. Eine rein kommerzielle Ausbeutung solle untersagt werden. Irland gehört zu 20 Ländern, die den Vertrag noch ratifizieren müssen.

via: Irish Times

Bildnachweis: flickr (by Matt Kieffer)

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