Abzocke-Vorwürfe gegen englische Supermarktkette

13. Februar 2012 | Von | Kategorie: Wirtschaft

“ICELAND”, eine vor Allem auf Tiefkühlkost spezialisierte Supermarktkette aus England, steht für ihre Preispolitik in Irland in der Kritik. Fast 20 Prozent teurer soll Iceland seine Produkte in Irland verkaufen als im Herkunftsland England. Der Preisvergleich war von der “Irish Farmers Association” (IFA) durchgeführt worden.

IFA-Präsident John Bryan rief den irischen Verbraucherschutz und Arbeitsminister John Bruton auf, diese “anrüchige und verwirrende Preisgestaltung” zu untersuchen. Bryan beklagte ausserdem, dass die Supermarktkette bisher kein Interesse an den heimischen irischen Nahrungsmittelherstellern gezeigt habe und die Filialen stattdessen einzig dem englischen Import nach Irland dienten.

Iceland bietet inzwischen ein volles Supermarktsortiment an, neben ihrem Hauptangebot, der Tiefkühlkost. Im Januar verglich die IFA Preise quer durch das gesamte Sortiment. So fanden die Tester heraus, dass Karotten am selben Tag im UK ein englisches Pfund kosteten, während irische Kunden 1,50 Euro zahlen mussten. Der Umrechnungskurs zwischen Pfund und Euro hätte jedoch einen Euro-Preis 1,20 Euro ergeben. Das gleiche Resultat gab es bei einem Fertiggericht mit Hühnchen. Bei Tiefkühlerbsen im 900-Gramm Beutel zeigte der Vergleich, dass das Gemüse zwar zwei Euro kostete, jedoch nach aktuellem Wechselkurs nur 1,79 Euro gerechtfertigt gewesen wären.

Ein Sprecher Icelands betonte demgegenüber, dass die Preisgestaltung nicht von der englischen Zentrale aus gesteuert würde. Der Lizenznehmer “AIM Group” aus Irland lege die Preise selber fest. – Im Endeffekt stimmen die Konsumenten jedoch mit den Füssen ab, ob sie die Angebote Icelands preiswert finden.

via: Irish Times

Bildnachweis: flickr (by rick)

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