Sexistische Ryanair-Werbung verboten

15. Februar 2012 | Von | Kategorie: Wirtschaft

Die irische Fluglinie Ryanair ist bekannt für reisserische Angebote. Mit einer der letzten Werbeanzeigen hat es der Billigflieger aber offenbar überzogen: Von der englischen Werbeaufsicht “Advertising Standards Authority (ASA) gab es jetzt einen Rüffel. Die Werbung degradiere die angestellten Stewardessen zu Sex-Objekten und wurde deshalb verboten, künftig nochmal benutzt zu werden.

Die anzügliche Werbung mit dürftig bekleideten Flugbegleiterinnen zusammen mit dem Text “Red hot fares & crew!!!” und den Namen der Mitarbeiterinnen, konnte womöglich implizieren, die Damen seien in irgendeiner Form beim Reisepreis inklusive… Auf vielfache Beschwerden hin kam die ASA zu dem Schluss, dass die Anzeige als  “anstössig” gewertet werden müsse. Die Kampagne sorgte für helle Aufregung bei ihrem Start letztes Jahr: Eine Online Petition einer Ryanair-Flugbegleiterin wurde über 5000 mal unterschrieben.

Die Stewardess sagte damals: “Als Crewmitglied liebe ich meinen Job und nehme ihn ernst. Ich war entsetzt, als ich die Ryanair Werbung sah, die uns Stewardessen als Mannequins darstellt. Meine Kollegeinnen, darunter auch viele Kollegen, arbeiten hart um die Sicherheit unserer Passagiere zu garantieren. Das ist unsere Priorität und nicht unsere Unterwäsche-Marken.”

Ryanair verteidigte seine Anzeige: Es handelte sich beim dem gewählten Photo um ein Bild aus dem Charity-Kalender für 2012. Die abgebildeten Mitarbeiterinnen hätten sich freiwillig für das Shooting gemeldet. Daher könne das Motiv garnicht sexistisch sein. Der Argumentation mochte sich die Werbeaufsicht jedoch nicht anschliessen. Konsequenterweise beschlossen die Werbewächter, die Kampagne komplett zu verbieten.

via: rte.ie

Bildnachweis: flickr (by Allesendra Kocman)

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