Zug überfährt Pferdeherde

13. März 2012 | Von | Kategorie: Polizeibericht

Hinter dem Zaun ist Pferd vor bösen Zügen sicher.

Einen Schock in der Morgenstunde erlebten sieben Pendler am heutigen Mittwochmorgen, als ihr Zug bei Edermine im County Wexford in eine Herde Pferde fuhr, die sich auf den Gleisen befand. Die Passagiere mussten zwei Stunden im Zug ausharren, bevor sie Ihre Reise fortsetzen konnten.

Um 5.30 Uhr hatte der Zug der staatlichen Eisenbahngesellschaft Iarnrod Éireann Rosslare mit Ziel Dublin verlassen. Wenige Kilometer vor Enniscorthy nahm die Fahrt jedoch ein jähes Ende. Eine Herde weidender PFerde hatte seine Koppel verlassen und befand sich auf den Bahngleisen. Der Lokführer hatte keine Chance, den Zug rechtzeitig zum Halten zu bringen.

Die Passagiere überstanden den Unfall unverletzt, neun Pferde wurden allerdings beim Aufprall des Zuges getötet. Auch die Lokomotive wurde so schwer beschädigt, dass die nach Beseitigung der Tierkadaver und Freigabe der Strecke nur im Schrittempo nach Enniscorthy fahren konnte und später zur Reparatur nach Drogheda geschleppt werden musste.

Nach dem Unfall mussten die sieben Fahrgäste zwei Stunden im Zug inmitten der Pferdekadaver ausharren, bevor sie von Bahnpersonal gesichert die Waggons verlassen durften und zu einem nahe gelegenen Bahnübergang geleitet wurden, von wo sie mit Taxis ihre Reise fortsetzen könnten.

Während des gesamten Vormittags mussten Passagiere auf der Strecke zwischen Enniscorthy und Rosslare auf Ersazbusse zurückgreifen. Die Garda versucht derzeit zu klären, wie die Herde auf die Gleise gelangen konnte.

via Gorey Guardian
Bildnachweis: wikipedia / Franzfoto

Tags: , , , , , , ,

banner

2 Kommentare auf "Zug überfährt Pferdeherde"

  1. Die Pferde waren nicht mehr zu retten, das ist traurig, doch was ich mich auch frage: Ist bei insgesamt sieben Passagieren in einem Zug die Bahnverbindung noch zu retten?

    Slán libh
    Jürgen

    • admin sagt:

      Naja, Jürgen – Du wirst auch in Deutschland Züge finden, die, wenn sie in der Pampa abfahren mit einer einstelligen Passagierzahl besetzt sind – noch dazu um 6 Uhr morgens – und bei denen sich die Waggons erst mit der Zeit füllen. Der Zug hatte gerade eine größere Haltestelle – Wexford – passiert, ich bin sicher, dass er Zug in Dublin nicht mehr so leer angekommen wäre.

Schreibe einen Kommentar

Achtung: Mit Abgabe eines Kommentars erkläre ich mich damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und meine IP-Adresse ausschließlich zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden.
Ihre Daten werden dabei mit den Daten bekannter Spamversender abgeglichen und vier Tage gespeichert, eine weitere Verwendung ihrer Daten findet nicht statt.
Weitere Informationen zur Funktionsweise von Akismet und Widerrufsmöglichkeiten..