50.000 Euro teure Getränkerechnung für irische Steuerzahler

20. März 2012 | Von | Kategorie: Dublin

Ein Gläschen für Barack Obama, ein Toast auf die Queen und etwas Champagner für Prinz Albert von Monaco, wenn Gäste nach Irland kommen, werden sie anständig bewirtet, das kann wohl so gut wie jeder bestätigen der schon mal dort war. Diese Großzügigkeit kommt die irischen Steuerzahler jetzt teuer zu stehen. Denn nach dem Besuch der drei hochrangigen Staatsgäste im vergangenen Jahr wurde jetzt der Getränkevorrat in Iveagh House wieder aufgestockt. Die Kosten: rund 50.000 Euro.

Eine solche Getränkerechnung ist beim exquisiten Geschmack der Gäste kein Wunder. Während Barack Obama ein gutes Pint Guinness zu schätzen weiß und sich damit noch einigermaßen bescheiden zeigt, bevorzugt die Queen Gin und Dubonnet vor dem Lunch, während Prinz Alberts bevorzugtes Getränk Champagner einem Royal voll und ganz entspricht.

Nach Zahlen, die dem Irish Examiner vorliegen, haben sich die Kosten im Vergleich zum vergangenen Jahr vervierfacht, und sind von 12.511 Euro auf  51.952 Euro gestiegen. Damit übersteigen die Ausgaben des letzten Jahres selbst die der wirtschaftlich starken Jahre Irlands bei Weitem. Zum Vergleich: 29.915 Euro gab das Außenministerium 2008 für diesen Zweck aus, 30.021 Euro waren 2007 und 2006 betrug die ‘Getränkerechnung’ 27.215 Euro.

Ein Blick in den staatlichen Weinkeller verrät, wie solche Summen zustande kommen: Von einem 2005 Billaud-Simon Chablis für €18.95 bis zu €75 für einen 1997er Chateau Leoville Barton Cru Classe reicht die Sammlung, die rund 1000 Flaschen umfassen soll.

via Irish Examiner
Bildnachweis: wikipedia / Norbert Kaiser

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Ein Kommentar auf "50.000 Euro teure Getränkerechnung für irische Steuerzahler"

  1. Da kann man nur hoffen, dass die drei nicht zusammen Getränke für 50.000 Euros konsumiert haben – da wird wohl auch der ganze jeweilige Begleittrupp mitgetrunken haben… Ausserdem stellt sich die Frage, ob die Staatsgäste tatsächlich merken, ob sie einen Wein für 18.000 Euro trinken. Da sollte man vielleicht doch auf was Preisgünstigeres zurückgreifen….

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