Happy St. Patrick’s Day – Feel the craic in Dublin!

20. März 2012 | Von | Kategorie: Jetzt lesen

Am letzten Wochenende war es wieder so weit, die Iren feierten ihren Nationalfeiertag in aller Welt. Unter den rund 550.000 Touristen in Dublin war auch Gaelnet-Leser Klaus Motznik, der für uns von der Parade und den Feierlichkeiten rund um den höchsten irischen Feiertag berichtet.

In diesem Jahr waren auch wir vor Ort in der irischen Hauptstadt um uns das Spektakel, das wir bisher nur per Livestream verfolgt hatten, auch einmal hautnah mitzuerleben. Doch die Iren feiern nicht nur am 17. März, vielmehr fand das St. Patrick’s Festival an drei Tagen statt und begann am Freitag mit vielen Veranstaltungen an den verschiedensten Orten der Stadt.

Leider fiel das Festival-Céili neben St. Stephen’s Green buchstäblich ins Wasser – der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet und Dublin den heftigsten Regen seit Wochen beschert. Doch die Moderatorin des Tanz-Events rief munter dazu auf, sich vom Regen nicht beeindrucken zu lassen, das sei eben Irland, Regen nicht ausgeschlossen, und so feierten Einheimische wie Touristen gemeinsam im Regen bei traditionellen irischen Klängen und Tänzen. Auch im Vergnügungsviertel Temple Bar wurde rege gefeiert und die Pubs quollen aus allen Nähten.

Am Samstagmorgen treffe ich vor unserem Hotel Dan, der wegen eines Klassentreffens in der Stadt ist. Nein, zur Parade gehe er sicher nicht, zu viel Trubel, zu viele Touristen, nicht mehr das, was es mal war, aber für den Tourismus sei es eben notwendig.

Auf dem Weg zur Parade hat die Garda bereits großräumig alles abgeriegelt, entlang der Wegstrecke der Parade sind Absperrungen aufgestellt, die nur an vorgegebenen Kontrollpunkten – auch immer wieder während der Parade – überquert werden können. Bereits frühzeitig stehen die ersten Schaulustigen an den Absperrgittern und sichern sich die besten Plätze, schon um zehn Uhr ist es fast unmöglich an der O’Connell Bridge noch einen Platz zu ergattern, ebenso wenig wie vor dem Trinity College.

Wir finden noch einen guten Platz am College Green, müssen uns aber noch knapp 2 Stunden gedulden, bis die Parade bei uns vorbei zieht. Zu spät gekommene wähnen sich glücklich an den Kontrollpunkten einen guten Platz zu haben, zumindest, bis die Garda den Kontrollpunkt mit blickdichten Gittern verschließt, auch Proteste der Zuschauer helfen da wenig.

Pünktlich um 12 Uhr schickt Petrus noch einmal einen feuchten Gruß von oben, dem aber nach 10 Minuten wieder strahlender Sonnenschein folgt – this is Ireland. Nach einer Werbetruppe der Sponsoren startet die Parade mit der Dublin Fire Brigade Pipe Band, die mit Dudelsackklängen traditionelles Flair entlang der Strecke verbreitet. Nach ihnen folgt die irische Armee, die ebenfalls eine Abordnung zur Parade geschickt hat.

Hinter einem Dublin Hop-On Hop-Off Bus und einer weiteren Abordnung von Sponsoren marschieren das Musikkorps der Garda, St. Patrick selbst und die Reiterstaffel der irischen Polizeikräfte an uns vorbei. Auch die Romanfigur eines berühmten Sohnes der Stadt, Bram Stokers Dracula, darf in der Parade nicht fehlen.

Neben den Marschkapellen aus USA, Irland, Nordirland, Großbritannien und Weißrussland, die die Veranstaltung musikalisch mit Marschmusik umrahmen und auch optisch durch Cheerleader Akzente setzen, bilden vor allem die hervorragend geschminkten Akteure der einzelnen Städte und ihre Choreografien den Höhepunkt der Parade.

Fantasievolle Inszenierungen und Masken tragen die Besucher in die Welt des Meeres, der Träume, der Sinne, der Elektrizität und die Welt der Regenbogen – die diesjährige Parade steht unter dem Motto „Wie? Was? Warum?“ anlässlich von „Dublin – City of Science 2012“.

Es fällt schwer aus der Masse der hervorragenden Darbietungen Favoriten auszuwählen, doch Waterford mit seiner Darstellung „Was tummelt sich im Meer“ setzte optische Maßstäbe, genauso wie Kildare mit der Frage „Wie entsteht ein Regenbogen“. Was der Parade fehlt und auch von einigen Besuchern vermisst wird, sind traditionelle irische Klänge, diese sucht man während der Parade – zumindest in Dublin – leider vergebens. So passt dann auch irgendwie die Schlagzeile der USA Today: „St. Patrick meets Mardi Gras“.

Nach der Parade strömt die grün gekleidete Menschenmenge durch die Straßen der Dubliner Innenstadt, um gemeinsam weiter zu feiern. Berichten der Garda zufolge bleibt es ein ruhiges Wochenende ohne größere Zwischenfälle, Touristen und Iren feiern gemeinsam friedlich den freundlichsten Tag des Jahres und das nicht nur in Dublin, sondern auf der ganzen Welt.

Bildnachweis: Gaelnet/Klaus Motznik

Hier gibt es eine Auswahl von Klaus’ Eindrücken:

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