Verfall der Immobilienpreise – kein Ende in Sicht

27. März 2012 | Von | Kategorie: Wirtschaft

Die geplatzte Immobilienblase, deren abstruse Preisvorstellungen in Irland Ende 2007 gipfelten, zieht immer noch ihre Kreise. Nach neusten Zahlen des irischen Statistikamtes CSO fallen die Hauspreise nach wie vor dramatisch: Letztes Jahr erreichte der Preisverfall mit einem Verlust von 17,8 Prozent neue Höhen. 

Damit hat die Immobilien- und Finanzkrise die September 2007 am Höhepunkt stehenden Immobilienwerte bis heute glatt halbiert. Der durchschnittliche Preis eines Gebäudes in Dublin fiel seither um 57 Prozent, im Rest des Landes um 45 Prozent. So ernüchternd diese Zahlen auch seien, gibt es Experten, welche die offizielle Statistik noch für untertrieben halten. Conall MacCoille, Chef-Volkswirt bei der Vermögensverwaltung “Davy”, macht darauf aufmerksam, dass in den staatlichen Ziffern Barkäufe gar nicht auftauchten und die Statistik dem Markt obendrein auch noch um mehere Monate hinterher hinke. MacCoille schätzt deshalb die wahren Verluste auf 55 bis 60 Prozent.

Die Kehrseite der Krise lässt Hauskäufer frohlocken, so sie denn noch einen Job haben. MacCoille dazu: “Die Hauspreise sind im Verhältnis zum frei verfügbaren Teil des Einkommens der Menschen wieder soweit gefallen, dass das Verhältnis dem der 1990er Jahre entspricht.” Dennoch zeigt sich der Experte nicht sonderlich zuversichtlich, dass eine Ende der Talfahrt erreicht sein könnte. Ein immer noch zu grosses Immobilienangebot auf dem Markt, die strengen Vorgaben der Banken für Immobilienkredite und der ungewisse Ausblick in die wirtschaftliche Zukunft des Landes würden erst einmal auf weiter verfallende Werte zeigen. MacCoille sieht sogar das Durchstossen der 70 Prozent Marke beim Preisverfall in Sicht.

via: Irish Examiner

Bildnachweis: flickr (by Hakan Dahlström)

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