Dubliners – Barney = ?

9. April 2012 | Von | Kategorie: Kommentiert

No Barney - no Dubliners?

“Barney war einzigartig, es wird nie einen anderen Barney geben!”

In dieser ersten, spontanen Reaktion von Mit-Dubliner Eamon Campbell auf den unerwarteten Tod seines Bandkollegen “Banjo Barney from Donnycarney” klang schon am vergangenen Donnerstag eine Diskussion an, die eingeschworene Fans der Gruppe und die Dubliners selbst mit Sicherheit nicht erst seit mit der heutigen Beerdigung des großen Sympathieträgers bewegen dürfte.

Barney – er war das letzte noch lebende Gründungsmitglied der Band, er war das Herz und die Seele und kindliches Gemüt dieser mittlerweile im 50. Jahr befindlichen Gruppe und außerdem sorgte er mit seinem Tenor-Banjo für diesen typischen Dubliners-Sound, der uns allen im Ohr klang, wenn sich Barney, John und Eamon bei Jigs, Reels und Hornpipes musikalische Geschwindigkeitsduelle lieferten.

Aber wie soll es nun weitergehen? Welche gangbaren Alternativen bieten sich? Soll die Band in der verbliebenen Formation weiterspielen, sollen die Dubs Ersatz für Barney engagieren, um den charakteristischen Klang der Band zu erhalten? Keine dieser Alternativen ist für einen Fan der Dubliners wirklich zufriedenstellend, aber es gibt noch eine Alternative, die schmerzt, aber durchaus plausibel wäre: Die Band erklärt das Ende der Dubliners und löst sich auf.

Ich muss gestehen, dass ich letztere Lösung favorisiere, denn Barney war ein Ausnahmemusiker, der nicht erst seit dem Weggang von Ronnie Drew der Band seinen Stempel aufgedrückt hat. Sein Banjospiel, sein berührender Gesang und seine schon sprichwörtlich gewordenen “Barneyisms”- sie alle werden der Band fehlen und sie sind auch nicht ersetzbar, da hatte Eamon Campbell völlig recht.

Ich sage: Es war eine schöne Zeit, die Dubliners waren eine tolle Band, die ihren Fans viele schöne Stunden beschert hat. Doch nun ist es Zeit, Abschied zu nehmen, “Farewell” zu sagen und natürlich “Dankeschön!”. Behalten wir die Band so in Erinnerung, wie wir sie zuletzt erlebt haben – mit einem finger- und schlagfertigen Barney McKenna am linken Bühnenrand.
Thomas Brütting

Now I don’t want a harp
Not a halo, not me.
Just give me a breeze
And a good Rolling sea.
I’ll play me old squeeze box
As we sail along
With the wind in the rigging
To sing me this song:

Wrap me up in the oilskin and jumper,
No more on the docks I’ll be seen.
Just tell me old shipmates
I’m taking a trip, mates,
And I’ll see you someday on Fiddler`s green.

Bildnachweis: wikipedia (CC-Lizenz)

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2 Kommentare auf "Dubliners – Barney = ?"

  1. Wanderer sagt:

    Eine merkwürdige Scheindiskussion. Man wird weder das Ende noch die Zugabe herbeireden können. So let it happen.

  2. Sabine sagt:

    Ich finde, man kann nicht spekulieren. Einzig und alleine die Band muss entscheiden, wie sie die Zukunft gestalten möchte. Wenn sie weitermachen, werden sie sicher einen würdigen “Springer” finden, der mit dem Banjo die Band unterstützt. Die Band hat sich nach jedem Verlust verändert – ist anders geworden, jedoch niemals schlechter.
    Mei, Barney fehlt mir so sehr :(((

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