Parkkrallen krallen sich in die Portemonnaies der Autofahrer

19. April 2012 | Von | Kategorie: Dublin

Der Dubliner Stadtrat plant im Moment,  die Gebühren für festgekrallte Falschparker zu erhöhen. 60 Prozent Erhöhung sollen die Preise fürs wieder Aufsperren steigen. Die Beschwerdestelle argumentiert, dass Dublin seit Einführung der Parkkrallen 1998 die Gebühr stabil gehalten habe.

Der Leiter der Beschwerdestelle, William Keilthy, sagte im RTÉ-Interview, durch die Inflation seien die aktuell 80 Euro Gebühr heute sogar prinzipiell etwa 25 Prozent billiger als 1998. Der Benzinspreis hingegen sei seitdem um bereits um das Doppelte gestiegen. Um die seither gestiegenen Kosten für die Parkkrallen-Betreiber wieder zu decken, müssten die Gebühren auf heute Minimum 130 Euro ansteigen. Keilthy appellierte an die Fairness der Verkehrsteilnehmer: “Im Prinzip lassen sich die Park-Schummler von den regulär Parkgebühr zahlenden Fahrern momentan subventionieren – und zwar mit 50 Euro pro Krallen-Einsatz”.

Keilthy sagte, im Verhältnis zu den 18 Millionen Knöllchen in Dublin jedes Jahr nähmen sich die 55.000 Parkkrallen-Einsätze sowieso recht bescheiden aus. 95 Prozent der Erwischten akzeptierten denn auch die Strafe sofort. Der Rest wende sich an seine Beschwerdestelle. Von diesen würden 22 Prozent die Gebühr erstattet. So seien zum Beispiel Polizisten von Parkverboten ausgenommen und auch Touristen würden üblicherweise ihr Geld zurückbekommen.

Ein kurioser Fall einer Erstattung betraf eine Autofahrerin: Sie stellte das Parkverbot an der betroffenen Stelle generell in Frage. Und siehe da: Bei der Untersuchung des Falls kam heraus, dass ein Strassenbauer die Stelle einfach eigenmächtig mit der doppelte gelben Liniemarkiert hatte. Die Fahrerin bekam die gesamten 80 Euro erstattet. Nicht bekannt wurde, wie die Stadt die Sache mit dem Bauarbeiter regelte.

via: RTÉ

Bildnachweis: flickr (by Stuart Caie)

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