Diageo verkauft Smithwicks-Brauerei

22. April 2012 | Von | Kategorie: Jetzt lesen

Die St. Francis Abbey Brewery in Kilkenny

300 Jahre wurde im Herzen von Kilkenny in der St. Francis Abbey-Brauerei ein rotes Ale gebraut, das als “Smithwick’s” in Irland Freunde fand und leicht veränderter Rezeptur in aller Welt als “Kilkenny” bekannt wurde. Nun hat der Getränkekonzern DIAGEO, zu dem neben Kilkenny auch Guinness gehört, der Stadt Kilkenny den Kauf des Brauereiareals angeboten. für 2,1 Millionen Euro soll das Gelände den Besitzer wechseln.

Die Ära des Bierbrauens neigt sich für Kilkenny dem Ende entgegen, Ende 2013 wird die Brauerei endgültig die Arbeit einstellen, die Produktion wird fortan in Dublin konzetriert. Mit reichlich Vorlauf hat nun der Eigentümerkonzern DIAGEO der Kommune den Kauf des Areals angeboten, auf dessen Grund sich auch noch die Ruine des der Brauerei den Namen gebenden, aus dem 13. Jahrhundert stammenden Franziskanerklosters befindet.

Nicht zum Verkauf stehen die zur St. Francis Street orientierten viktorianischen Gebäude, die als nationales Baudenkmal im Staatseigentum stehen. Bei Stadt und Bezirk ist man auf den Ankauf des Areals vorbereitet, Rücklagen in Höhe von insgesamt 800.000 Euro sollen bereit stehen, der Rest würde über einen Kredit finanziert, welcher aber noch sowohl vom Stadt- und Bezirksrat wie auch von Umweltminister Phil Hogan abgesegnet werden müsste.

Für das freiwerdende Gelände, das derzeit als Indsutriegebiet ausgewiesen ist, soll ab Juni unter Bürgerbeteiligung ein neuer Bebauungsplan erstellt werden, das die Weichen für die Entwicklung des Geländes Stellen soll. Das Gelände ist nach Ansicht von Stadt- und Citymanager Joe Crocket von strategischer Bedeutung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt und des Countys weshalb er den gemeinsamen Ankauf des Geländes durch Stadt und County empfahl.

via Irish Times
Bildnachweis: wikipedia / MacGyver2000 (CC-Lizenz)

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4 Kommentare auf "Diageo verkauft Smithwicks-Brauerei"

  1. Bernd sagt:

    Ich frage mich immer wieder, wie lange sich noch die Story hält, das die Biere Smitwick’s und Kilkenny identisch seien und letzteres nur der “Auslandsname”. Tatsächlich handelt es sich um zwei verschiedene Biere (die auch beide in Irland verkauft werden).

    • admin sagt:

      Das könnte daran liegen, dass es ursprünglich wirklich so war. “Killenny” war, als es auf den Markt kam, eine Exportvariante von Smithwicks, ebenso wie es auch Exportrezepturen von Guinness gab und immer noch gibt. Diese Auskunft habe ich damals so in dieser Form direkt von Guinness bekommen und auch die deutsche und englische Wikipedia bestätigen dies In Irland selbst gab es “Kilkenny” als separate Marke erst viel später.

      • Bernd sagt:

        Der Knackpunkt ist tatsächlich die (mittlerweile im Artikel ergänzte) “leicht veränderte Rezeptur” – und dadurch war eben “Kilkenny” nie mit “Smithwick’s” identisch. Dabei geht es auch nicht nur um chemische Unterschiede, die sich allenfalls im Labor feststellen liessen, sondern um einen leicht anderen Geschmack und einen unterschiedlichen Alkoholgehalt. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber den Alkoholgehalt bestätigt ein Blick auf’s Label (und bestimmt auch in Wikipedia).

        • admin sagt:

          Von identisch war ja auch nie die Rede. Kilkenny wurde damals von den Guinness-Marketern als “Export-Variante” von Smithwicks, das selbst nie im Ausland erhältlich war, in den Markt eingeführt. Es gibt von Guinness ja auch zig verschiedene Variationen und auch Alkoholstärken zwischen 4,1 und 8,8 Prozent – es ist aber immer Guinness (mit kleinen Namenszusätzen)!

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