Garda-Verstärkung abgeschlossen

10. Mai 2012 | Von | Kategorie: Polizeibericht

Diese Woche wurde die letzte “Regional Support Unit” der Garda, wie die seit 2008 Zug um Zug installierten, bewaffneten Spezialeinheit genannt werden, offiziell in Dienst gestellt. Die speziell geschulten Beamten sollen ihre unbewaffneten Kollegen beim Kampf gegen bewaffnete Verbrecher, insbesondere die organisierte Kriminalität, unterstützen.

In den Dienstalltag entlassen wurde die letzte Regional Support Unit (RSU) von Assistant Commissioner Gerry Phillips im Südosten Irlands – im Norden, Süden, Westen und Osten sind die Sondereinheiten schon seit einiger Zeit im Einsatz. Im Fokus der neuen Einheit sollen reisende Kriminelle sein, die unter anderem für eine Welle von Einbrüchen in der Region verantwortlich gemacht werden.

Ins Leben gerufen wurden sie jeweils 24-Mann starken RSU aufgrund eines “Policing Plans” aus dem Jahr 2008, das erste Team nahm im September desselben Jahres in der Region Süd (Cork, Kerry und Limerick) seinen Dienst auf. Die Einheiten schließen dabei die zeitliche und taktische Lücke zwischen den regulären unbewaffneten Garda-Einheiten vor Ort und der in Dublin stationierten, mit den deutschen Mobilen Einsatzkommandos (MEK) vergleichbaren Emergency Service Unit, deren Einsatz aufgrund der räumlichen Ferne nicht kurfristig möglich ist.

Die Mitglieder der RSUs versehen denselben Streifendienst wie ihre “normalen” Garda-Kollegen aus deren Reihen sich die RSUs auch rekrutieren. Im Bedarfsfall werden die Gruppenmitglieder kurzfristig zusammengerufen und rücken dann entsprechend ausgerüstet aus. Erkennbar sind die Teams im Einsatz an Ihren in schachbrettartig gemusterten, mit der Aufschrift “Armed Support Unit” markierten Einsatzfahrzeugen.

13 Wochen Sondertraining

Das Training für die neue Spezialeinheit dauert laut Auskünften der Garda 13 Wochen und beinhaltet Unterrichtseinheiten zur Kriesenintervention, Einsatztaktik, Konfliktlösungs- und Verhandlungstechniken, Fahrtraining, erste Hilfe sowie ausgiebiges Training an der Waffe.

Ausgerüstet sind die Regional Support Units sowohl mit “tödlichen” wie “nicht-tödlichen” Waffen, so der offizielle Sprachgebrauch. Neben der Dienstpistole vom Typ Sig Sauer P226 und der von Heckler & Koch gefertigten MP7 setzen die RSU Gardai auch die italienische Schrotflinte Benelli M4 ein.

Letztere kann neben herkömmlichen Schrotpatronen auch so genannte “Bean Bags” verschießen, mit kleinkörnigem Schrot gefüllte Säckchen, die den Getroffenen durch einen heftigen Schlag zwar immobilisieren sollen, aber im Vergleich zu Schusswaffen weniger schwere Verletzungen verursachen. Ebenfalls zum Arsenal der Gardai gehören Taser oder Pfefferspray.

via: thejournal.ie
Bildnachweis: flickr.com / Darren Hall (CC-Lizenz)

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