Homophonie statt Homophobie

21. Mai 2012 | Von | Kategorie: Jetzt lesen

Die zwei bekanntesten schwul-lesbischen Chöre Irlands, Glória aus Dublin und Choral ConFusion aus Cork, singen gemeinsam für eine Spendenaktion, die den Sängerinnen und Sängern auch selber am Herzen liegt: Die Kampagne für eine gleichberechtigte eingetragene Partnerschaft für lesbische und schwule Paare braucht im Moment eine dringende Finanzspritze.

Am neunten Juni werden die beiden Chöre aus Dublin und Cork um Spenden werben, bei einem gemeinsamen Konzert in Cork in der St. Fin Barre Kathedrale. Die Einnahmen sollen “Marriage Equality”, der Kampagne für eine gleichberechtigte eingetragene Partnerschaft für lesbische und schwule Paare zugute kommen. Marriage Equality kämpft gerade mit einer Finanzierungslücke: Die bisher laufende Unterstützung der Initiative durch “Atlantic Philanthropies”, einer Stiftung des US Milliardärs Chuck Feeney, läuft demnächst aus, just kurz vor Ende der Marriage Equality-Kampagne.

Marriage Equality-Direktorin Monnine Griffith dankte Atlantic Philantropies für die bisherige Unterstützung bei Finanzierung, Beratung und Schulung ihrer Aktivisten. Gleichzeitig bedauerte sie jedoch das Auslaufen des Unterstützungsprogramms: “Wir sind fast am Ziel. Deshalb ist es ein so besonders unglücklicher Zeitpunkt für das Ende der Finanzierung.” Seit 2008 hat die Initiative schon für ihr Ziel einer der Ehe gleichberechtigten zivilen Partnerschaft gekämpft und die Aktivisten gehen davon aus, dass es vielleicht nochmal etwa drei Jahre dauern könnte, um dies zu erreichen.

Der Dubliner Chor “Glória” gründete sich 1995 auf eine Anzeige in einer schwul-lesbischen Publikation hin. Inzwischen kann der Chor mit 50 Sängerinnen und Sängern aufwarten. Die Mitglieder haben bereits ein professionelles Album ihrer Kunst veröffentlicht, die von Klassik bis Lagerfeuerromantik reicht.

Hier eine Kostprobe von Glória:

via: Irish Examiner

Bildnachweis: flickr (by net_efekt)

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5 Kommentare auf "Homophonie statt Homophobie"

  1. Da wurde ein interessantes Thema aufgegriffen. Ich finde es klasse, dass Irland auch in dieser Hinsicht zu noch mehr Weltoffenheit finden will.

    Tauchen in Irlands Öffentlichkeit eigentlich auch Transgender auf und gibt es vielleicht sogar ein Forum dazu?

    Gruß aus Kiel
    Svenja
    PS: Noch viermal schlafen…

    • admin sagt:

      Hallo Svenja,

      als einfachste Antwort erst einmal ein Link: http://www.teni.ie/

      Was das Thema “Öffentlichkeit” betrifft, dürfte das ganze wohl relativ zu betrachten sein. Irland in Dublin, Irland in den anderen “großen” Städten und das ländliche Irland sind drei paar Stiefel. Während das Thema Transgender in Dublin vermutlich nicht mal eine gehobene Augenbraue auslösen dürften, kann dasselbe Thema in einer ländlichen Ecke auch als Angriff auf Gottes Weltordnung gesehen werden. Irland ist sehr katholisch, kirchlich geprägt, obschon die letzten Jahre da einige desillusioniert haben. Also das Thema gibt es, aber außerhalb von Dublin dürfte man da wohl ausschließlich aufs Internet angewiesen sein – doch das ist nur eine Vermutung.

  2. Ich bin aus Irland zurück und habe nicht ein einziges negatives Erlebnis in Hinblick auf trans gehabt. Ich hab mit den Jungs im Pub Fußball geguckt, wir haben gelacht und getrunken und es war alles ganz locker und entspannt.

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