Unbenutzte Wahlcomputer nach zehn Jahren zum Schrotthändler

29. Juni 2012 | Von | Kategorie: Politik

Die Farce um Irlands Wahlcomputer erreicht gerade ihren letzten Akt: Die 7500 Geräte waren im Januar zum Verkauf ausgeschrieben worden – dem Zuschlag erhielt nun ein Schrotthändler aus dem County Offaly. Mit nur 70.000 Euro lässt sich der Staat abspeisen.

Mit den 70.000 Euro Verkaufspreis für die unbenutzten elektronischen Wahlmaschinen kommt nicht einmal ein Bruchteil des Anschaffungspreises und der inzwischen für Lagerraum angefallenen Kosten wieder herein: Von fast 55 Millionen Euro muss sich der irische Steuerzahler für immer verabschieden. Als die Wahlsomputer vor zehn Jahren angeschafft wurden, zu Zeiten des “keltischen Tigers” also, galten die Geräte als Leuchtturmprojekt irischer Fortschrittlichkeit. Nachdem Experten jedoch Manipulationsmöglichkeiten in den Maschinen gefunden hatten, wurden die 7500 Wahlcomputer eingemottet.

Nachdem nun eine Recyclingfirma aus dem County Offaly den Zuschlag sowohl für die Wahlcomputer als auch 22.000 Zubehör- und Ersatzteile bekommen hat, sichert die Fehlinvestition nun zumindest nochmal einige Jobs in den strukturschachen Midlands. – Anstatt alle Wahlcomputer zu recyceln, hätte sich aber vielleicht auch für einige der Maschinen eine künstlerische Verwendung als Mahnmal am Eingang zum Parlament angeboten.

via: breakingnews.ie

Bildnachweis: via RTÉ

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