Knöllchenquote macht Bürger sauer

5. Juli 2012 | Von | Kategorie: Verkehr

Parkraumüberwacher stehen immer wieder unter dem Verdacht, nur einer bestimmten Knöllchen-Quote nachzujagen. Wie nah diese Vermutung an der Realität ist, zeigt gerade ein Fall aus dem Süden der irischen Hauptstadt, wo die Parkraumüberwachung an ein privates Unternehmen outgesourct werden. Die Vorgaben für die Bieter machen die Bürger sauer.

Eine Quote von 32400 Strafzetteln pro Jahr fordert eine Ausschreibung des County Council von Dún Laoghaire – Rathdown, das macht 2700 Knöllchen pro Kalendermonat. Sollte der Dienstleister die geforderten Tickets nicht beibringen, sieht der Vertrag mit dem County Council eine Strafe von 1200 Euro pro nicht erbrachter 100 Strafzettel vor, die von der Rechnung des Dienstleisters abgezogen würden.

Padraic Hanley, Betreiber zweier Restaurants in Dalkey und Blackrock nennt diese Vorgaben “geschäftsfeindlich” und fordert das County Council auf, von der Quote Abstand zu nehmen. “Jeder hier in Dun Laoghaire wird ihnen bestätigen, dass das alles andere als freundlich ist. Die meisten Leute, die hier einen Strafzettel bekommen, stehen auf einem Parkplatz, haben auch einen Parkschein gelöst und sind lediglich fünf oder zehn Minuten zu spät wieder zurück. Diese Form der Vollstreckung ist drakonisch!”

Beim Council sieht man die Sache naturgegeben ganz anders und verteidigt die Ausschreibung. Das Ausstellen von Strafzetteln sei ein “wesentliches Element” des Verkehrsmanagements, erklärte eine Sprecherin des Councils. Die geforderten 2700 Strafzettel pro Monat seien eine Reduzierung gegenüber den derzeitigen Verhältnissen. Auch gebe es keine finanziellen Anreize für die potenziellen Dienstleister, die Quote überzuerfüllen.

via Irish Times
Bildnachweis: flickr.com / fygget (CC-Lizenz)

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FTI Touristik

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