Produzierendes Gewerbe soll 20.000 Jobs schaffen

10. Juli 2012 | Von | Kategorie: Wirtschaft

Phantastische Renditen und Geld aus Nichts – so hatte sich die Finanzbranche die Wirtschaft von Morgen erträumt, bis die Spekulationsblase platzte. Nun soll es das produzierende Gewerbe reissen, wenn es nach den Vorstellungen von Arbeitsminister Richard Bruton geht. Eine Projektgruppe soll einen Plan für 20.000 neue Arbeitsplätze in der Industrie entwerfen.

Noch vor fünf Jahren hätte sich ein irischer Arbeitsminister wohl kaum getraut, über eine Initiative zur Schaffung von Jobs im produzierenden Sektor laut nachzudenken. Er wäre als Altvorderer verlacht und vom Spielfeld genommen worden. Nun hat Minister Bruton das “Manufacturing Development Forum” ins Leben gerufen, um genau dies zu tun: Die Initiative aus Regierungsorganisationen und Führer des herstellenden Gewerbes haben sich nicht weniger vorgenommen, als den Erfolg des deutschen “Mittelstand” zu kopieren, sagte Bruton: “Wir haben ein starkes Fundament an High-Tech Weltmarktführern, die in den verschiedensten Bereichen [in Irland] produzieren lassen. Wir müssen versuchen, den Erfolg der internationalen Vorbilder wie dem deutschen Mittelstand nachzuahmen, indem wir auch unsere einheimische Industrie fördern.”

Innerhalb von sechs Monaten soll nun also das Manufacturing Development Forum seinen Plan vorlegen: Existierende Stolperfallen bei der Schaffung von Jobs sollen erkannt mit Hilfe der staatlichen Stellen und der Wirtschaftsexperten beseitigt werden. Arbeitsminister Bruton sieht Irlands Stärken vor Allem in der Medizinbranche, Medizintechnik, Nahrungsmittelindustrie, Ingenieurswissenschaften und Elektronik. Man erinnere sich seiner Wurzeln im produzierenden Gewerbe: “Industrielle Produktion hat in der Vergangenheit stark zur wirtschaftlichen Entwicklung Irlands beigetragen und ist ein essentieller Bestandteil der wirtschaftlichen Zukunft Irlands.”

via: breakingnews.ie

Bildnachweis: flickr (by William Murphy)

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