Sensationsfund vor Irlands Küste

22. Juli 2012 | Von | Kategorie: Geschichte

Die „Odyssey Explorer“ (im Vordergrund rechts) ist eines von zwei Schiffen die das amerikanische Bergungsunternehmen zur Suche und Bergung der Schätze einsetzt.

Schatzsucherstimmung vor der irischen Küste: Ein Bergungsunternehmen aus Florida hat bisher 43 Tonnen Silberbarren aus der “Gairsoppa” geborgen. Das Handelsschiff wurde im II. Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt und lag mit seiner kostbaren Fracht seither in rund 4700 Metern Tiefe im Atlantik.

1203 Silberbarren konnten bisher aus dem Schiffswrack 300 Meilen südwestlich von Galway geborgen werden. Wie ein Sprecher der amerikanischen Firma Odyssey Marine Exploration mitteilte, sei dies der größte bisher gemachte Fund an Edelmetallen an einer so tiefen Stelle. Nach aktuellen Schätzungen beläuft sich der Wert des geborgenen Silbers auf rund 31 Millionen Euro. Der Fund wurde an einen sicheren Ort in Großbritannien gebracht, aber an dieser Stelle ist die Schatzsuche noch nicht zu Ende.

Den Angaben der Bergungsfirma zu Folge sei das bisher gehobene Metall rund ein Fünftel der tatsächlichen Werte, die noch auf dem Meeresboden auf ihre Bergung warten. Aufgrund von alten Versicherungsunterlagen vermutet die Firma in einem zweiten Schiffswrack, der SS Mantola  in rund 100 Meilen Entfernung von der Gairsoppa nochmals erhebliche Werte. Die Hebung der kostbaren Schiffsfrachten soll daher  noch bis September dauern.

Die SS Mantola war ein britisches Dampfschiff, das im Februar 1917 von London aus ins indische Kalkutta aufbrach. Von den 165 Crewmitgliedern und 18 Passagieren konnten alle bis auf 7 gerettet werden, als das Schiff nach einem Torpedotreffer sank. Anders erging es der 85-köpfigen Besatzung der Garisoppa, die im Februar 1941 von einem deutschen U-Boot angegriffen wurden. Nur ein Crewmitglied überlebte die lange Reise zur Küste und konnte nach 13 Tagen aus einem Rettungsboot geborgen werden. Auf der Seite der Bergungsfirma gibt es ein Video vom Wrack der Gairsoppa.

Da es sich in beiden Fällen um britische Schiffe handelt, hat die Bergungsfirma einen Vertrag mit dem Transportministerium in London geschlossen. Danach dürfen die amerikanischen Schatzsucher 80 Prozent der geborgenen Schätze behalten.

via: Belfast Telegraph
Bildnachweis: wikipedia

 

 

 

 

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