Betrugsverdacht: Ex-Anglo-Irish-Chef verhaftet

24. Juli 2012 | Von | Kategorie: Jetzt lesen

Sichtbares Symbol des Niedergangs – diese Bauruine hätte das Hauptquartier der Anglo-Irish-Bank werden sollen.

Ein weiteres Nachbeben der irischen Bankenkrise erschütterte heute die irische Metropole Dublin. Der ehemalige Chef mittlerweile in Abwicklung befindlichen Anglo Irish Bank wurde am frühen Morgen unter Betrugsverdacht verhaftet. Fitzpatrick ist damit der dritte führende Manager der Bank, der diese Woche festgenommen wurde.

So hatte sich der ehemalige Anglo-Irish-Chef Sean FitzPatrick die Rückkehr vermutlich nicht vorgestellt. Als Fitzpatrick am frühen Dienstagmorgen am Dubliner Flughafen aus dem Urlaub zurückkehrte, warteten schon Gardai auf ihn um ihn festzunehmen. Er sollte im Laufe des Tages einem Richter vorgeführt werden. Bereits am Montag waren Fitzpatricks ehemaliger Stellvertreter Willie McAteer sowie der Manager Pat Whelan in Haft genommen und später gegen Kauton wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Vorgeworfen werden den Ex-Bankern 16 Verstöße gegen das irische Gesellschaftengesetz. Im Besonderen geht es dabei um von der Anglo Irish Bank an verschiedene Personen unter der Bedingung gewährte Darlehen, dass mit dem Geld Aktien der Bank gekauft werden sollten.

Die Anglo-Irish-Bank stand im Mittelpunkt der irischen Bankenkrise. Aufgrund ihres starken Engagements im Immobilienmarkt traf das Platzen der Immobilienblase das Institut so stark, dass es vom Staat mit einer Finanzspritze gestützt wurde. Die Verluste waren aber so groß, dass die Bank schließlich aufgespalten, das Kreditgeschäft in die National Asset Management Agency, eine Bad Bank überführt wurde. Der Rest der Bank fusionierte mit der Nationwide Building Society und soll in den kommenden Jahren ebenfalls abgewickelt werden.

via RTÉ
Bildnachweis: Gaelnet.de / Thomas Brütting

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