Kenny: “Olympiade zeugte von der irisch-englischen Annäherung”

13. August 2012 | Von | Kategorie: Sport

Taoiseach Enda Kenny zeigte sich gestern in London, am letzten Tag der Olympiade 2012, glücklich über die gute Stimmung zwischen den Fans beider Nationen, Irland und England. Ein Beweis dafür seien die englischen Sportfans, welche beim Box-Finale die Irin Katie Taylor anfeuerten statt deren Gegnerin. Noch weiter zusammenschweissen wollte ein australischer Sportreporter die beiden Nationen. Sein “heisser Tipp”: Die Iren sollten doch einfach dem UK-Team beitreten.

Als Irlands Regierungschef Enda Kenny gestern auf London-Besuch den letzten Tag der Olympiade miterlebte, lobte er das gute Verhältnis, welches sich zwischen den Sportfans aus Irland und England inzwischen entwickelt habe: “Der Tag, als die englischen Boxfans in der ExCel Arena Irland anfeuerten”, als Katie Taylor im Finale stand, und “die irischen Fans England anfeuerten”, in einem anderen Boxkampf, habe ihn an das legendäre irisch-englische Rugbyspiel 2007  in Croke Park erinnert. Als der englische Boxer Campbell vom Iren John Joe Nevin um die Silbermedaille im Bantamgewicht gebracht wurde, habe Kenny aber keinen englischen Jubel vernommen, bemerkte der Taoiseach augenzwinkernd.

So weit sind die beiden Fanlager offenbar noch nicht, wie ein australischer Reporter des Sport-Fernsehsenders ESPN: Letzte Woche vergaloppierte sich Reporter-Star Russell Barwick live im TV, als er sagte: “Die ganze Sache ist doch ein echt irischer Witz. Es macht keinen Sinn. Das ist, als würde ein Surfer aus Hawaii sagen, er tritt ja garnicht für die USA an.” Für peinliche Betretenheit bei seinem englischen Ko-Moderator sorgte Barwick, als er weiter fantasierte, dass doch sowieso die Hälfte Irlands englisch sei. Nachdem über seinen Twitter-Account ein Sturm der Entrüstung hereinbrach, verteidigte sich Barwick: “Ich bitte tausendfach um Entschuldigung bei denen, die sich beleidigt fühlten…Meine ursprüngliche Fragestellung zum Thema war eben ‘Warum kämpft Irland beim Rugby an der Seite Englands, aber nicht bei der Olympiade?’”

via: independent.ie, Irish Times

Bildnachweis: flickr, by ajwalters78, CC-Lizenz

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