Flaute für Windpark nahe Galway City

15. August 2012 | Von | Kategorie: Wirtschaft

Für ein Windpark-Projekt etwa 12km nordwestlich von Galway City hiess es am Dienstag: Schwarze Flagge auf der Zielgeraden. Die 14 Turbinen waren bereits vom Galway County Council abgesegnet, aber aber lokaler Widerspruch eines Anti-Windkraft Aktivisten hat die staatliche Planungsbehörde An Bord Pleanála noch einmal genauer hinschauen lassen und dabei Fehler in der Planung entdeckt.

An Board Pleannála hat beim Verwerfen der Baugenehmigung des Galway County Councils sogar die Empfehlung des eigenen Inspektors hinweggefegt, der die Planung für genehmigungsfähig gehalten hatte. Spät-mittelalterliche Siedlungsspuren und prähistorische Funde, sowie Statikprobleme durch den weichen Moorboden erschienen der Behörde insgesamt als doch zu gravierende Gegenargumente.

Das Projekt war von Western Power Developments eingereicht worden und sollte 14 Turbinen von je 140 Metern Höhe umfassen, entlang der Strasse von Galway City nach Clifden. Dazu sollte es noch eine Wetterstation geben, ein Gebäude zur Steuerung und Kontrolle der Anlagen und ein Umspannwerk.

Die Bewohner der kleinen Ortschaft Knockranny, nur einen Kilometer von den geplanten Anlagen entfernt, beschwerten sich zusammen mit dem lokalen Windkraftgegner und Vorsitzenden der “Irish Wind Energy Truth Alliance”, Peter Crossan: Die Richtlinien zur Genehmigung von Windturbinen seien veraltet, da 2006, als die Richtlinien festgelegt worden waren, das typische Windrad nur etwa 50-70 Meter hoch gewesen sei.  Ausserdem liege das Baugebiet in der Nähe des geschützten Connemara Moorgebiets und die Berechnungen zur Trägfähigkeit des Bodens seien anfechtbar.

Western Power Developments hat sich bislang nicht zur Entscheidung An Board Pleanálas geäussert. Das Galway County Council jedoch bleibt bei seiner Meinung, der ausgewiesene Ort wäre für die Windfarm völlig geeignet gewesen. An Bürgerteiligung war den Planern offenbar, wie so oft, nicht gelegen: An Board Pleanálas Inspektor stellte bei Nachfragen fest, dass Western Power Developments die Anwohner zu keinem Zeitpunkt mit ins Boot geholt hatte. Eventuell hätten die Bürger dann einen weniger harten Kurs gefahren.

via: Irish Times

Bildnachweis: flickr, by Gerald O´Sullivan, CC-Lizenz

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