Inspektoren lassen Heim schließen

22. August 2012 | Von | Kategorie: Gesundheit

Katastrophale Zustände haben zur Schließung eines privaten Seniorenheims in Oughterard geführt. Bei mehreren Inspektionen in Folge war das Haus negativ aufgefallen, so dass von behördlicher Seite schon im Mai die Schließung der Einrichtung verfügt worden. Den Einspruch gegen die Anordnung zogen die Betreiber erst kürzlich zurück. Der Bericht der Inspektoren liest sich wie ein Horrorroman.

Hygiene schien bei den Heimbetreibern nicht als priorisierte Aufgabe der Altenpflege angesehen worden zu sein. Anders lässt sich nicht erklären, dass einige der Heimbewohner bis zu einem Monat auf ein Bad oder eine Dusche warten mussten.

Auch permanenter Personalmangel war in dem Heim nicht ungewöhnlich, während einer Feuerübung musste sich laut Bericht der Inspektoren eine Pflegekraft um die 22 teils dementen Bewohner kümmern. Und auch bei der Verpflegung der Bewohner herrschte eitel Chaos, so dass es immer mal wieder vorkam, dass das Frühstück erst mittags serviert wurde. Bei einigen Bewohnern wurde eine Tendenz zur Unterernährung festgestellt.

Desweiteren bemängelten die Inspektoren im Owen Riff Nursing Home wundgelegene Patienten, fehlerhafte Patientenakten, unsachgemäße Aufbewahrung von Chemikalien, mangelhafte Medikation der Patienten, Pflegepläne und Notfallpläne für das im Jahr 2003 eröffnete Heim. Seit Januar 2010 waren die Betreiber des Heims immer wieder auf Mängel hingewiesen und zur Abhilfe aufgefordert worden.

Als bei einer vierten Inspektion im April dieses Jahres von insgesamt 19 teilweise sicherheitsrelevanten Mängeln gerade mal einer seit der letzten Inspektion abgestellt worden war, zogen die Inspektoren die Notbremse und ordneten erst einen Aufnahmestopp, kurz darauf den Entzug der Lizenz an, der nun nach Rücknahme des Widerspruchs rechtskräftig wurde. Inzwischen steht das Heim unter Betreuung durch die HSE.

via Irish Examiner
Bildnachweis: sxc.hu

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