Auf den Hirsch gekommen

22. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Umwelt

Das Kerry Rotwild gehört zu den ältesten heimischen Tierarten in Irland. Weil von dieser Spezies inzwischen nur noch zwischen 500 und 600 Tieren existieren, hat Jimmy Deeniahn, Minister für Kunst, Kulturerbe und Gaeltacht die beeindruckenden Tiere zur Chefsache erklärt und die Jagd auf sie verboten.

Diese Tiere seien ein charakteristisches Merkmal des irischen Erbes sagt Deeniahn zur Begründung des künftig geltenden Jagdverbots. Experten befürchten, dass es zu Inzucht unter den Tieren kommen könnte, wenn die Population von 500 bis 600 Tieren, die im Killarney Nationalpark heimisch ist, noch weiter gesenkt wird.

Schon seit einigen Jahren gibt es Bemühungen, das Kerry Rotwild zu schützen, aber neben regulären Jagden setzt nach Angaben von Fachleuten auch die Wilderei dem Bestand an  Kerry Rotwild deutlich zu. Dass jetzt ein Verbot zu Stande kam, ist der Arbeit der Irish Deer Society zu verdanken, die sich für den Schutz und Erhalt von Wildtieren in Irland einsetzt. Mit Hilfe von DNA-Tests konnte nachgewiesen werden, dass diese spezielle Art schon seit über 5000 Jahren auf den Wiesen der grünen Insel grast.

Über einen besonderen Schutz darf sich auch der Brachvogel freuen. Er steht weltweit auf der Liste der bedrohten Tierarten und auch in Irland gehen die Brutzahlen des Watvogels deutlich zurück, die Rede ist von einer Größenordnung zwischen 60 und 96 Prozent.

Wie die Jagdbestimmungen für andere Tierarten künftig aussehen, ist noch nicht abschließend geklärt: Derzeit wird die Liste der jagbaren Tierarten einer Prüfung unterzogen. Minister Deeniahn rief die Verbände und Interessensgruppen der Insel auf, sich an der Debatte zu beteiligen.

via: Irish Times

Bildnachweis: mozzercork via flickr

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