Bei Bobo auf ‘nen Burger

15. Januar 2013 | Von | Kategorie: Jetzt lesen

Kein Bargeld im Portemonnaie und kein Geldautomat weit und breit – diese Ausgangssituation brachte Gaelnet-Redakteur Tom Brütting vor nicht allzu langer Zeit vor die Türen eines Dubliner Burger Restaurants. Ein Kreditkartenaufkleber an der Türe verhieß bargeldlose Befriedigung des knurrenden Magens und so ging es hinein zu Bobo’s Gourmet Irish Burgers – doch es blieb nicht bei der simplen Stillung eines Hungergefühls.

Sie heißen “Emancipator”, “Miss Piggy”, “The Sun Blush” oder “Grace o’Malley” und auch wenn sich auch ein simpler “Bacon Cheeseburger” in der Fleischklopsparade findet, so warten doch die meisten Kreationen von Bobo’s Gourmet Irish Burgers mit illustren Namen auf. Sehr schön auch der “Humpty Dumpty”, der laut Speisekarte mit saftigem Rindfleisch, Speck, Ei, Eissalat karamalisierten Zwiebeln und Bobos Spezialsoße die Geschmacksknopen kitzeln soll.

Klar, in einem Land, in dem an jeder zweiten Ecke der örtliche Chippie mal schlechter, mal besser Tiefkühlpatties zu schnellen, nicht selten geschmacksneutralen Mahlzeiten verwurstet und selbst angeblich italienische Lokale mit einer reichhaltigen Burgerauswahl für den Gast aufwarten, dem Tagliatelle al salmone oder Osso Buco zu suspekt sind, muss man sich von der Masse abheben, wenn man mit Fleisch zwischen Brötchenhälften seine Brötchen verdienen will. Und das geht einerseits durch den Namen, doch das hilft nichts, wenn die Qualität nicht stimmt.

Wer bei Bobo einen Burger bestellt, der kann über den Bartresen hin weg zusehen, wie in der Küche an der Befriedigung seiner Fleisches-Lust gearbeitet wird. Kein Patty, nein, hier landet frisches Hack, liebevoll von Hand zum Burger geformt, auf dem Grill. Und das schmeckt man auch. Und auch das klassisch labbrige Luftbrötchen sucht man hier Gott sei Dank vergebens. Die Brötchen, die bei Bobo als Fleischunterlage dienen haben Biss und Geschmack.

Und haben Brötchen und Fleisch – natürlich gibt es neben Rind auch Huhn, Lamm, Fisch und einen Vegetarischen Burger als Alternativen – erst einmal zusammengefunden, dann geht es ans Veredeln. Salat, Speck, Zwiebeln, Oliven, Feta und Zaziki, Blauschimmelkäse, herzhaft oder fruchtig, mild oder höllisch scharf – die insgesamt 23 Variationen decken alle Geschmäcker ab.

Ich selbst habe mich am Emancipator versucht, einem Koloss aus saftigem, wunderbar schmeckendem Rindfleisch, frischen Tomaten, Eissalat, “Old Dublin” Cheddar, Räucherspeck und Zwiebelringen. Da half auch die ganze gute Kinderstube nicht – ich habe nach dem der Emancipator ganz unemanzipiert in meinem Magen verschwunden war, nochmal den Finger in die Mischung aus Fleischsaft, Mayo, Ketchup und Käse gedippt. Himmlisch.

Preislich sind Bobos Burger kein Schnäppchen, sind aber ausgehend von den nur wenige Meter entfernt im Herzen von Temple Bar fälligen Preisen und der angebotenen Qualität der Speisen durchaus noch preis-wert. Für einen Burger ohne Beilagen werden rund 10 Euro fällig, mehr braucht ein normal essender Erwachsener aber auch nicht, um gut gesättigt den Stadtrundgang fortsetzen zu können. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend, das Essen lecker und das Lokal hell und ansprechend, dazu zentral gelegen. Guten Appetit.

Bobo’s Burger gibt es in Dublin in 50-51 Dame Street und 22 Wexford Street. Einen virtuellen Blick ins Lokal bietet die Website www.bobos.ie.

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